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20. März 2010
 

auslandsjournal

 
mittwochs, 22.45 Uhr
Ein bewaffneter Taliban-Kämpfer spricht per Videobotschaft Drohungen aus. Quelle: dpa
Drohung aus dem Nichts - die Ursprünge von Terrorattacken sind häufig schwer feststellbar

auslandsjournal

Zu Gast bei Feinden

Zehn Tage mitten unter Taliban

"Hast du je ausländische Geiseln genommen?" "Ja, zwei oder drei. Wir haben sie umgebracht. Es waren Ungläubige, wir haben sie geköpft." So offen haben Taliban-Kämpfer noch nie im deutschen Fernsehen gesprochen. Das auslandsjournal zeigt das Leben der gefürchteten Gotteskrieger.

 
 
 
 

Sie operieren im Gebiet, das eigentlich von der Bundeswehr und den ISAF-Truppen kontrolliert werden soll, an der neuen Frontlinie nahe Kundus im Norden Afghanistans. Dort verüben sie Anschläge, sind zu allem bereit, um ihr Ziel zu erreichen: "Wir werden bis zu unserem Tod kämpfen oder bis Amerika, Europa und die Ungläubigen aus Afghanistan vertrieben sind und der Islam von ihren Lastern befreit ist."

Ungeahnte Einblicke

Einem afghanischen Reporter ist es gelungen, bislang nie gesehene Bilder vom Alltag der selbsternannten Gotteskrieger zu drehen: Er lebt zehn Tage bei einer Gruppe von Taliban-Kämpfern.

 
Einem Talibankämpfer wird der Bart gestutzt. Quelle: ZDF
ZDF
Auf ihr äußeres Erscheinungsbild zu achten, gehört auch zum Alltag der Taliban

Mit seiner Kamera kann er die Gotteskrieger bei einem Anschlagsversuch begleiten und hält fest, dass auch bei den gefürchteten Taliban nicht jeder Plan funktioniert. Sprengsätze explodieren nicht, Panzerabwehrraketen verfehlen ihre Ziele. "Du Idiot! Du hättest uns sagen müssen, dass die Amerikaner schon hier sind. Fünf Minuten früher und wir hätten sie gehabt".

Rasende Rächer

Fehlende Organisation und schlechte Ausbildung, aber auch Entschlossenheit und blinder Eifer. Die Taliban sind auch gerade dadurch im Norden Afghanistans ein unberechenbarer und gefährlicher Feind.

 
 
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